Die Tage nach dem Prom fühlte sich anders.
Die Spannung zu Hause schien ausgeprägter, wie eine Wunde, die aufgerissen wurde.
Ich bemerkte, dass meine Mutter mit einer gewissen Vorsicht durch das Haus zog, als würde ich versuchen, den zerbrechlichen Frieden nicht zu stören.
Ihre Anwesenheit war sanft, aber es war klar, dass sie sich an die Schaltdynamik anpasste.
Meine Stiefschwester hingegen schien sich mit noch mehr Vertrauen zu tragen.
Ihr Lachen hallte durch die Hallen, ihre Anwesenheit befiehlte Aufmerksamkeit.
Es war, als hätte die Promnacht ihre Position in der Familienhierarchie bestätigt.
Eines Nachmittags fand ich meine Mutter allein im Garten sitzen, ihre Hände ruhen in ihrem Schoß.
Sie sah auf, als ich mich näherte, ein kleines Lächeln auf ihrem Gesicht.
“Sind Sie in Ordnung?” Ich habe gefragt, einen Platz neben ihr zu nehmen.
“Ich bin okay”, antwortete sie, ihre Stimme weich aber stetig.
Es gab eine Pause, einen Moment der Stille, der schien alles zu sagen, was Worte nicht erfassen konnten.
“Ich bin stolz auf dich”, sagte sie endlich, ihre Augen treffen meine.
Ihre Worte waren einfach, aber sie trugen ein Gewicht, das sich tief in mir niederließ.
Es war eine Erinnerung, dass wir uns trotz allem hatten.
Aber auch mit dieser Auferstehung versprach die Unsicherheit.
Der Sommer näherte sich, und damit das Familienereignis, das wie ein ferner Sturm schien.
Meine Mutter war zögerlich dabei zu sein, und ich verstand, warum.
Der Gedanke an die ruhige Kampagne meines Stiefschwesters in einer so öffentlichen Umgebung war ja unheimlich.
Dennoch gab es einen Teil von mir, der auf Veränderungen hoffte, der eine Entschließung wünschte, die wir noch nicht gefunden hatten.
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