Die weiche Leuchte der Lampe macht wenig, um die dunkleren Ecken meines Geistes zu beleuchten, wo sich Sorgen und Zweifel verweilen. Ich nehme einen weiteren Schluck, in der Hoffnung, dass die Wärme irgendwie in die Teile von mir, die sich kalt und müde fühlen.
Jeder Schluck ist absichtlich, jeder Moment eine kleine Pause im ansonsten unerbittlichen Tempo meines Lebens. Die Bitterkeit des Getränks entspricht der Bitterkeit meiner Gedanken, einer Erinnerung an den Kampf, der allzu vertraut geworden ist.
Die Küche, in der Regel ein Ort des Komforts und der Nahrung, fühlt sich jetzt wie eine Bühne, in der ich dieses nächtliche Ritual, in der Hoffnung, es wird einen Unterschied machen. Aber tief unten hinterfrage ich seine Wirksamkeit, sein Versprechen der Heilung.
“Was mache ich falsch?” Die Frage hängt in der Luft, unbeantwortet, als ob die Wände irgendwie mit Weisheit reagieren könnten.
Draußen ist die Welt in der Finsternis umhüllt und spiegelt die Unsicherheit wider, die meine Zukunft beunruhigt. Die Uhr setzt ihren stetigen Marsch fort, gleichgültig für meine Not.
Ich schaue auf mein Telefon, seinen Bildschirm leer, ohne Nachrichten oder Anrufe. In diesem Moment ist Stille sowohl ein Trost als auch ein Fluch.
“Vielleicht sollte ich jemanden erreichen”, denke ich, aber der Gedanke löst sich schnell wie Zucker in Wasser und lässt einen Mangel an Zweifel.
Der Drink, jetzt lauwarm, sitzt halb leer. Ich weiß, ich sollte es beenden, aber die Aufgabe fühlt sich monumental an, wie ein Hügel ohne Gipfel in Sicht zu klettern.
“Warum mache ich das immer?” Die Frage stellt sich, eine anhaltende Erinnerung an meinen Kampf, um Gleichgewicht zu finden, um die Kontrolle über ein Leben, das sich zunehmend aus meinen Händen fühlt wieder zu erlangen.
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