Die Uhr Zecken stetig, jede zweite Markierung einen weiteren Moment in diesem angespannten Wartespiel.
Ich schaue wieder auf die Zwischenablage und scanne die Notizen, die ich gemacht habe, die kleinen Details, die eines Tages eine größere Geschichte erzählen könnten.
Es gibt eine gewisse Zufriedenheit, diese Momente zu dokumentieren, eine ruhige Rebellion gegen die Stille.
Aber ich weiß, dass es nicht genug ist.
Die Wahrheit bleibt verborgen, unter Protokoll- und Ermessensschichten begraben.
Während sich der Abend erstreckt, wächst die Luft schwerer, dick mit unausgesprochenen Worten und unwissenden Wahrheiten.
Ich beobachte, wie eine andere Schwester nähert, ihr Ausdruck eine Mischung aus Sorge und Entschlossenheit.
„Wir müssen sie im Auge behalten“, sagt sie einer Kollegin und nickt auf den Raum, in dem die Frau liegt.
Ihre Worte sind wie ein kleiner Funke in der Dunkelheit, eine Erinnerung, dass nicht jeder bereit ist, den anderen Weg zu sehen.
Ich finde einen seltsamen Trost in ihrer Entschlossenheit, ein Flimmern der Hoffnung in einer sonst düsteren Situation.
Das Schweigen nimmt wieder auf, aber es fühlt sich jetzt anders an, aufgeladen mit einer neuen Energie.
Ich frage mich, wie lange es dauern kann, bevor etwas endlich bricht.
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