In einer von Trauer erstarrten Villa, in der jahrelang kein Lachen mehr zu hören war, lebten zwei kleine Jungen, gefangen in Stille: Noah und Ethan, taube Zwillinge, deren Mutter am Tag ihrer Geburt gestorben war. Ihr Vater, der Milliardär William Carter, wanderte wie ein Geist durch das Haus – anwesend und doch unerreichbar –, überzeugt, dass nichts und niemand seine Söhne jemals wirklich berühren konnte.
Das war, bevor Aaliyah Johnson kam. Sie war weder Therapeutin noch Spezialistin oder jemand in einer angesehenen Position. Einfach eine gutherzige Haushälterin mit unendlicher Geduld. Und sie brachte in dieses Haus, was ihm so lange gefehlt hatte: Freude.
Zwei Wochen lang gewöhnte sich Aaliyah an die Stille des Herrenhauses. Die Jungen beachteten sie kaum, wanderten mit gesenkten Blicken durch die Gänge, gefangen in einer ihr verbotenen Welt. Auch William hielt Abstand, vertieft in seine Arbeit und schwieg; er sprach nur, wenn es unbedingt nötig war.
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