Was ist der böse Blick?
Es handelt sich im Wesentlichen um einen Aberglauben oder Volksglauben, der in vielen Städten und Kulturen weit verbreitet ist. Tatsächlich ist er in vielen hispanisch-amerikanischen und mediterranen Kulturen tief verwurzelt und weit verbreitet.
Laut diesem Glauben kann ein Mensch einem anderen allein durch seinen Blick Schaden, Krankheit und Unglück zufügen. Wenn man also auf die betroffene Körperstelle blickt, sagt man, dass die Person „starrt“, mit einem fixierenden Blick, oder dass sie vom bösen Blick getroffen wurde.
Das heißt, man geht davon aus, dass der böse Blick absichtlich herbeigeführt wird oder aus Hass oder Neid einer Person gegenüber dem „Opfer“ entsteht. Es wird jedoch auch angenommen, dass es Fälle gibt, in denen der böse Blick „unabsichtlich“ (ohne erkennbare Absicht) auftritt.
Wie wird man den bösen Blick los?
Einer weitverbreiteten Tradition zufolge kann man den bösen Blick durch ein Gebet abwehren, das man stets nach dem Bekreuzigen sprechen sollte. Natürlich handelt es sich dabei um einen rein populären Glauben, dessen Wahrheitsgehalt ungewiss ist. Dennoch wird er seit Generationen weitergegeben, vermutlich weil die Absicht, mit der er gesprochen wurde, den Menschen half, sich selbst zu beruhigen und zu schützen.
