Als ich sah, wie Oma ihr abendliches Knoblauchritual durchführte, fragte ich mich: “Warum tut sie diese jede Nacht?”

Die Tage sind unbestimmt geworden, ein Unschärfer von Routinen, die sich sowohl notwendig als auch belastend fühlen. Ich finde mich gefangen zwischen Verantwortung und einem unausgesprochenen Gewicht, das mit jedem Besuch schwerer wächst.

Es gibt eine ruhige Spannung in der Luft, dick wie der Rauch, der durch die Zimmer pro Nacht treibt.

“Grandma, vielleicht sollten wir über das Haus reden”, schlage ich vor, die Stille zu überbrücken.

Sie schüttelt ihren Kopf, ihre Augen fixierten den tanzenden Rauch.

Es ist eine Weigerung, die allzu vertraut wird.

Das Knoblauchritual markiert das Ende des Tages, einen seltsamen Komfort inmitten der Unsicherheit.

Trotz allem kann ich das Gefühl des Friedens nicht leugnen, das sie mit sich bringt, auch wenn es ein Frieden ist, den ich nie voll verstehe.

Die Macht flackert wieder, und ich mache eine mentale Notiz, um den Elektriker selbst zu nennen, wissend, dass sie es nicht wird.

Es gibt eine unausgesprochene Vereinbarung zwischen uns, eine Balance, die wir ohne Worte pflegen.

Ich behandle die Praxis, die Termine, die Choreographien.

Sie klammert sich an ihre Traditionen, ihre Rhythmen.

Und irgendwo in der Mitte finden wir einen Weg zu koexistieren.

“Ich komme morgen wieder”, sage ich, aufsteigend vom Tisch.

Sie nickt, ihr Blick verlor noch im Rauch.

Da ich die Küche verlasse, bin ich von einem Gedanken getroffen.

Vielleicht geht es nicht um Verständnis, sondern um Präsenz.

Ich bin hier, in diesem Moment, mit ihr.

Das Knoblauchritual setzt sich unverändert fort, ein Zeugnis der Widerstandsfähigkeit angesichts der Zeit.

Und ich frage mich, ob es in gewisser Weise genug ist.

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